Beurteilung

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Es ist die gemeinsame Aufgabe von Eltern und Lehrpersonen, Kinder behutsam durch die Schullaufbahn zu begleiten. Dazu gehört die Förderung, aber auch die Beurteiung. Noten sollten dabei nicht im Vordergrund stehen. Dennoch ist es wichtig, den Leistungsstand regelmässig zu erfassen, um sinnvolle Entscheide für die weitere Laufbahn treffen zu können. Mit der Schulharmonisierung wurden in den Volksschulen Basel-Stadt neue Regelungen für die Leistungsbeurteilung eingeführt. Gesetzlich geregelt sind die Bestimmungen in der neuen Schullaufbahnverordnung. In dieser Verordnung werden alle Schullaufbahnentscheide vom Kindergarten bis zu den weiterführenden Schulen geregelt.

Beurteilen: Warum und wie?

Im Kindergarten und auch in den ersten Jahren der Primarschule geht es vor allem um das Erkennen des Entwicklungsstands und den Lernfortschritt des Kindes. Je älter und reifer die Kinder werden, desto differenzierter werden ihre schulischen Leistungen beurteilt. Ab der 5. Klasse der Primarschule werden Noten gesetzt. Die Zeugnisnoten entscheiden über die Zuteilung in einen der drei Leistungszüge der Sekundarschule.

Mehr zur Förderung in der Volksschule

Zeugnis

Ab der 1. Klasse der Primarschule erhalten die Kinder jeweils Ende Schuljahr ein Zeugnis. Von der 1. bis 4. Klasse der Primarschule werden die Leistungen im Zeugnis mit Worten beurteilt, ab der 5. Klasse gibt es Noten. In der 6. Klasse werden zwei Zeugnisse ausgestellt, weil die Noten über die Zuteilung in einen der drei Leistungszüge der Sekundarschule entscheiden. In der 1. und 2. Sekundarschulklasse erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Zwischenzeugnis und ein Zeugnis. In der 3. Klasse der Sekundarschule gibt es zwei Zeugnisse, weil die Noten über die Zuteilung in eine weiterführende Schule entscheiden.

Lernbericht

Ungefähr in der Mitte des Schuljahrs bekommen alle Schülerinnen und Schüler einen Lernbericht. Darin wird der Zwischenstand der Leistungen in den Fachbereichen und Fächern festgehalten. Auch Stärken und Schwächen im Lern-, Arbeits- und Sozialverhalten kommen zur Sprache. Der Lernbericht ist die Grundlage für das jährliche Standortgespräch mit den Eltern. In diesem Gespräch legen die Eltern, die Lehrpersonen und ab der 3. Klasse die Schülerin oder der Schüler ein oder zwei individuelle Ziele gemeinsam fest. Auch Kindergartenkinder erhalten einen Lernbericht: im ersten Jahr am Ende des Schuljahrs, im zweiten Jahr am Ende des 1. Semesters.

Volksschulabschluss und Abschlusszertifikat

Am Ende der obligatorischen Schulzeit erhalten alle Schülerinnen und Schüler einen Volksschulabschluss. Dieser besteht aus:

  • allen Zeugnissen der 1. bis 3. Sekundarschulklasse (insgesamt 4 Zeugnisse)
  • dem Abschlusszertifikat

Das im ganzen Bildungsraum Nordwestschweiz (BS, BL, AG, SO) einheitliche Abschlusszertifikat setzt sich aus folgenden Teilzertifikaten zusammen:

  • Semesterleistungen der 3. Sekundarklasse in den Fachbereichen Deutsch, Mathematik, Fremdsprachen sowie Natur und Technik,
  • Ergebnisse der Leistungstests am Ende der 2. und 3. Sekundarschulklasse (Check S2 und Check S3),
  • Beurteilung der Projektarbeit in der 3. Sekundarklasse.

Mit dem Volksschulabschluss ist ein Übertritt in eine Berufslehre, in ein Brückenangebot oder – bei genügend guten Leistungen – in eine weiterführende Schule möglich.

Bei Fragen zur Beurteilung Ihres Kindes ist die Klassenlehrperson Ihre erste Ansprechperson.

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