Fremdsprachen

Fremdsprachen haben an den Schweizer Volksschulen einen hohen Stellenwert. 2004 haben sich die Kantone innerhalb der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) auf eine Sprachenstrategie geeinigt. Diese EDK-Strategie sieht vor, dass alle Schülerinnen und Schüler in der obligatorischen Schulzeit eine zweite Landessprache und Englisch lernen. In welcher Reihenfolge mit dem Fremdsprachenunterricht begonnen wird, ist den Kantonen überlassen. Diese Regelung wird als Kompromiss auch von den Westschweizer Kantonen akzeptiert, die allesamt mit Deutsch als erster Fremdsprache beginnen.

Zwei Modelle in der Deutschschweiz

Der Unterricht in der ersten Fremdsprache setzt mit dem 3. Schuljahr, der Unterricht in der zweiten Fremdsprache mit dem 5. Schuljahr ein. In den beiden Fremdsprachen sollen bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit vergleichbare Kenntnisse erreicht werden. In der Zentral- und Ostschweiz wird mit Englisch begonnen, in den zweisprachigen Kantonen und im Bildungsraum Nordwestschweiz mit Ausnahme des Kantons Aargau mit Französisch. Letztere Kantone haben sich zur Umsetzung der EDK-Strategie im Projekt Passepartout zusammengeschlossen.

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Ziele der Sprachenstrategie

Die EDK-Sprachenstrategie verfolgt vier Ziele:

  • die Mehrsprachigkeit der Schweiz respektieren und als Mehrwert schätzen
  • im europäischen Kontext konkurrenzfähig bleiben (in 23 der 33 europäischen Länder lernen alle Schülerinnen und Schüler zwei Fremdsprachen)
  • das schulische Sprachenlernen insgesamt verbessern (auch in der Schulsprache)
  • vom Potenzial des frühen Sprachenlernens profitieren.

Diese Ziele im Sprachenunterricht werden über nationale Bildungsstandards koordiniert.

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